Gesundheitsgefährdung durch Aluminium?

Aslan/Mückstein: Mehr Aufklärung und weitere Studien zur Gesundheitsgefährdung von Aluminium notwendig

Grüne begrüßen Empfehlung des Gesundheitsministeriums, Kontakt mit Aluminium möglichst zu meiden

 

Was schon lange vermutet wird, scheint nun eine Studie
des Gesundheitsministeriums zur körpernahen Anwendung von Aluminium
zu bestätigen. Durch die kumulative Aufnahme von Aluminium durch
Kosmetika, Lebensmittel und Trinkwasser, können die Grenzwerte
überschritten werden. Die Langzeitfolgen sind nicht abschätzbar. Die
Vermutung liegt nahe, dass Aluminium, das in den Körper eindringt,
Krebserkrankungen und Allergien hervorrufen kann.

“Die Empfehlung des Gesundheitsministeriums, den Kontakt mit
Aluminium möglichst zu meiden, ist begrüßenswert. Sie kommt aber zu
spät und greift zu kurz”, meint die Gesundheitssprecherin der Grünen,
Eva Mückstein.

Aluminium in Lebensmitteln kann entweder natürlichen Ursprungs oder
auf aluminiumhaltige Zusatzstoffe zurückzuführen sein. Aluminium kann
aber auch durch Geschirr oder Verpackungsmaterialien in den Körper
geraten. In der Europäischen Union sind sowohl Aluminium als
Farbstoff als auch eine Reihe von Aluminiumverbindungen bei
Lebensmittelzusatzstoffen zugelassen. Besonders wichtig ist auch,
Deos und andere Mittel gegen Schweiß (Antitranspirantien) mit
aluminiumhaltigen Inhaltsstoffen zu vermeiden und nicht auf
verletzter bzw. gereizter Haut oder unmittelbar nach einer Rasur
aufzubringen. Kinder sollten überhaupt keine aluminiumhaltigen
Deodorants oder Antitranspirantien verwenden. Die Studie geht davon
aus, dass der empfohlene Grenzwert von 1mg/kg Körpergewicht und Woche
bei einem Großteil der Europäischen Bevölkerung, vor allem auch bei
Kindern überschritten wird.

Im Oktober 2011 hat die französische Agentur für die Sicherheit von
Gesundheitsprodukten (Agence francaise de sécurité sanitaire des
produits de santé, Afssaps) einen Bericht über Aluminium in
Antitranspirantien veröffentlicht, in dem aufgrund der neurotoxischen
Risiken und der Gefährdung für die Knochen bei einer
Langzeit-Anwendung vorgeschlagen wurde, dass die
Aluminiumkonzentration in Antitranspirantien oder Deodorants auf 0,6
Prozent gesenkt werden soll. Der Minister soll sich auf europäischer
Ebene für die Festsetzung eines verpflichtenden Grenzwertes
einsetzen.
Die KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen, Berivan Aslan,
fordert: “Österreichs Gesundheitsminister soll sich auf europäischer
Ebene für die Festsetzung eines verpflichtenden Grenzwertes bei
Antitranspirantien und Deodorants einzusetzen.”

“Weitere Studien zur Frage der Gesundheitsgefährdung durch Aluminium
sind unbedingt notwendig”, ist Eva Mückstein überzeugt. “Um die
Konsumentinnen und Konsumenten besser schützen zu können, sollte
durch Broschüren in Drogerien, bei Ärztinnen und Ärzten und in der
Apotheke über die Gefahren durch Aluminium aufgeklärt werden”,
fordert Berivan Aslan.

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OTS0175 2014-06-12 12:45 121245 Jun 14 FMB0003 0373