SOS Mitmensch: Verhetzungsanzeigen gegen FP-Krauss und RFJ Kapfenberg

SOS Mitmensch: Verhetzungsanzeigen gegen FP-Krauss und RFJ Kapfenberg

Keine Partei darf Hetze tolerieren

 

Wien (OTS) – SOS Mitmensch hat bei den Staatsanwaltschaften Wien und
Leoben Anzeigen gegen den FPÖ-Politiker Maximilian Krauss und den
Ring Freiheitlicher Jugend Kapfenberg wegen des Verdachts der
Verhetzung eingebracht. Anlass ist die Weiterverbreitung einer in
rechtsextremen Kreisen kursierenden Lügengeschichte über “straffreien
Kindesmissbrauch durch Türken”. Bereits im September vergangenen
Jahres war der Obmann der FPÖ Lichtenwörth für die Verbreitung dieser
Geschichte erstinstanzlich wegen Verhetzung verurteilt worden.

Genau an dem Tag, an dem Krauss seine unter Verhetzungsverdacht
stehende Aussendung veröffentlichte, hielt SOS Mitmensch-Sprecher
Alexander Pollak in einer Schule einen Workshop ab, in dem die
betreffende rechtsextreme Kindesmissbrauchs-Lügengeschichte behandelt
wurde. “Ich habe den SchülerInnen anhand dieser Geschichte gezeigt,
wie man auf Hetze reagiert, wie man Fakten recherchiert und wie man
gegebenenfalls Meldung bei Vereinen und Behörden erstattet. Als ich
dann nach dem Workshop die Hetzaussendung von Krauss gesehen habe,
war ich fassungslos. Ich habe mir gedacht, das darf es nicht geben,
dass der Vertreter einer Parlamentspartei rechtsextreme
Lügengeschichten propagiert. Keine Partei darf Hetze tolerieren, erst
recht nicht, wenn diese Partei mit Norbert Hofer als dritten
Nationalratspräsidenten und Peter Fichtenbauer als Volksanwalt zwei
Machtträger der Republik stellt”, so Pollak.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0022 2014-02-06 09:06 060906 Feb 14 SMM0001 0213