VIRUS zu Twin City Liner: Falscher Schiffstyp für die Donau

Umweltorganisation VIRUS – Presseaussendung 14.04.2014

Umwelt/Natur/Transport/

Schifffahrt/Wien/Niederösterreich

VIRUS zu Twin City Liner: Falscher Schiffstyp für die Donau

Utl.: Wellenschlag-Spitzenreiter gefährdet Fischbestand im
Nationalpark

“Kaum ein anderes auf der Donau verkehrendes Schiff verursacht einen
derart starken Wellenschlag wie der Twin City Liner, der Katamaran
mag zwar chic sein ist aber eine Bedrohung für das Ökosystem der
Nationalparkstrecke.” Mit diesen Worten weist Wolfgang Rehm von der
Umweltorganisation VIRUS gegenteilige Behauptungen als unverfrorene
Falschinformation zurück.

In einer Aussendung hatten die Betreiber einen Saisonstart “mit
voller Kraft” angekündigt, und erklärt, der Katamaran verursache
wenig Wellenschlag. “Wie sich jeder bei einem Augenschein leicht
überzeugen kann, entspricht dies nicht den Tatsachen”, so Rehm. Es
sei auch noch nicht lange her, dass der TCL regelmäßig mit Vollspeed
und unter mächtigen Wogen den Donaukanal entlangschoss, es hätte erst
zu Havarien kommen müssen, bis diesem Treiben ein Ende bereitet
worden sei. Nach wie vor sei dieses Schiff privilegiert und dürfe den
Donaukanal befahren während die anderen Schnellboote zur Anlegestelle
Reichsbrücke und durch das Schleusenhindernis bei Wien Freudenau
müssen. “Östlich von Wien gehört auch die Donau zum Nationalpark und
ist Lebensraum vieler strömungsliebender Fischarten, die endemisch
sind, also nur an der Donau vorkommen und daher besonders gefährdet
sind.” Wellenschlag beeinträchtigt den Fischbestand insbesondere,
wenn ein Schiff wie der Twin City liner derart stark die Wogen
hochgehen lässt, und  dort ja nach wie vor Vollgas gegeben wird,”
erläutert Rehm. Dem Funfaktor und aller Hightech und zum Trotz seien
die derzeit als Twin City Liner eingesetzten Katamarane hier einfach
der falsche Schiffstyp, der auf der Donau nichts verloren habe.
“Deshalb ist es hoch an der Zeit, eher heute als Morgen den Ausstieg
aus dieser Technologie vorzubereiten”, so Rehm abschließend.

Rückfragehinweis:
Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at